Über uns

Mit der Kommunalwahl 2016 haben sich die Verhältnisse stark verändert. {Übersicht der Wahlergebnisse}
Erstmals seit 70 Jahren hat die SPD die Mehrheit verloren und ist auf 33,6% abgestürzt. Die CDU hat 31,8%, GRÜNE 16,9%, WGG 11,8% und FDP 5,7% erreicht. Abweichend von den erheblichen Verlusten in der Mehrzahl der anderen Orte, haben wir mit unseren 16,9 %,, gegenüber 2011 kaum verloren und haben uns gut behaupten können. [Programm 2016]
Mit den bisherigen Oppositionsparteien ist eine Kooperation vereinbart. Damit ist die SPD erstmals in der Oppositionsrolle. Die Kooperationsgruppe verfügt über eine Mehrheit von 24 Sitzen, davon 6 GRÜNE, während die SPD mit 13 Sitzen die stärkste Fraktion stellt, aber nichts mehr selbst entscheiden kann. Im Magistrat sind wir weiterhin mit 2 Sitzen vertreten.
Damit sind die Voraussetzungen für die bevorstehende Bürgermeisterwahl im Oktober 2016 ebenfalls deutlich anders als 2010. Ziel ist es nun, die Amtsinhaberin der SPD, die erneut antreten wird, abzulösen.

Im Rückblick

Der Griesheimer Ortsverband wurde im Jahr 1980 gegründet. Bereits wenige Monate später, im Frühjahr 1981 entsandte man eine erste dreiköpfige Fraktion und einen Magistratsvertreter ins Griesheimer Rathaus, wo es zu einer begrenzten Zusammenarbeit mit der SPD kam, weil diese mit der CDU stimmengleich auf 17 Sitze kam, während die GRÜNEN mit drei Sitzen das Zünglein an der Waage waren.
Themen der ersten Jahre, die im Ortsverband diskutiert und unter reger BürgerInnenbeteiligung an die Öffentlichkeit und über die Fraktion ins Griesheimer Stadtparlament getragen wurden, waren z.B. die Startbahn 18 West des Frankfurter Flughafens, die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone Griesheim, die Unterstützung der Griesheimer Friedensinitiative, die Verhinderung der Nordumgehung, die Förderung der offenen Jugendarbeit, die Verbesserung der Griesheimer Kinderspielplätze, die Einrichtung einer Energieberatungsstelle und vieles mehr. In diesen Anfangsjahren konnte der Ortsverband auf einen guten Zuspruch und rege Unterstützung einer breiten, interessierten und auch aktiven Wählerschaft zurückgreifen. [Programm 1985]

Im Laufe der Jahre hat dieses Interesse jedoch zunehmend nachgelassen. Zwar gelang es auch für die nachfolgende Sitzungsperiode von 1985 bis 1989 eine arbeitsfähige Fraktion zusammenzustellen und diese erneut ins Stadtparlament zu entsenden; doch zeichnete sich gegen Ende dieser Wahlperiode schon ab, daß der Ortsverband nicht mehr über genügend Kapazität verfügen würde, eine weitere Fraktion für die nächsten vier Jahre aufbieten zu können.

Bedingt durch persönliche und berufliche Veränderungen verringerte sich die Mitgliederzahl so weit, daß eine aktive kommunalpolitische Beteiligung kaum mehr möglich war. Der Ortsverband existierte zwar weiterhin, aber er beschränkte sich nur mehr darauf, sich selbst zu verwalten und am Leben zu halten. Ende 1996 gelang dann die Reaktivierung. Der Ortsverband erwachte aus seinem Schlummerdasein, eine Reihe neuer und alter Mitglieder und Interessenten entschloß sich zur erneuten kommunalpolitischen Einmischung in das Griesheimer Stadtgeschehen.

Und wie schon 16 Jahre zuvor, entsandte man kurze Zeit später wieder eine dreiköpfige Fraktion und eine Magistratsvertreterin ins Griesheimer Rathaus.

Die von 1997 bis 2001 bestehende Fraktion gründete sich im März 1997, als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach einer 8-jährigen Abstinenz endlich wieder in die Griesheimer Stadtverordnetenversammlung einzuziehen vermochten.

Mit etwas über acht Prozent der Stimmen waren sie bei der Kommunalwahl sicher im grünen Bereich gelandet und mit drei Personen wieder in die aktive Politik in Griesheim eingestiegen.

Diese Fraktion bestand aus drei in der Politik bis dahin zwar recht unerfahrenen, dafür aber umso engagierteren und interessierteren Griesheimer Bürgern. Demzufolge war es auch nicht ganz einfach, sich in das doch recht stressige Metier der Kommunalpolitik einzuarbeiten. Mit viel Fleiß ist es dann im Verlauf der Zeit aber doch gelungen, eine gewisse Routine zu bekommen und trotz der sehr kleinen Mannschaft vernünftig ins Spiel zu kommen.

Man versuchte, auf vernünftiger Basis mit den anderen Parteien umzugehen und ging Probleme nicht aus rein parteipolitischer Sicht an, sondern aus der Sicht selbst betroffener, verantwortungsbewußter Bürger, deren Ziel eine Verbesserung der Lebensqualität aller Griesheimer Bürger ist.

Zur Kommunalwahl 2001 fanden sich zu wenige Mitstreiter, um eine eigenständige GRÜNE Liste, für die auf fünf Jahre verlängerte Sitzungsperiode zu bilden. Unter aktiver Mitwirkung vieler GRÜNER wurde im Herbst 2000 mit einigen parteilosen Interessenten die Wählergemeinschaft Griesheim (WGG) gegründet. Diese trat dann zur Kommunalwahl 2001 an. Etliche GRÜNE kandidierten auf dieser Liste. Mit einem Stimmenanteil von 7,7 % wurden drei Parlamentssitze und ein Sitz im Magistrat erzielt.

Im Verlauf der Sitzungsperiode bis 2006 haben die „grünen WGGler“ die Wählergemeinschaft wieder verlassen; das Bündnis hatte aus GRÜNER Sicht die Erwartungen nicht erfüllt. Ab dem Jahr 2004 liefen die Vorbereitung zum Aufbau einer Liste für die nächste Kommunalwahl. Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Griesheimer Themen konnten neue Interessenten und Mitglieder gewonnen werden. Im Herbst 2005 wurde beschlossen, wieder mit eigener GRÜNER Kandidatenliste zur Kommunalwahl im März 2006 anzutreten. Für die Liste stellten sich 13 Kandidaten zur Verfügung. Davon hatten bereits einige Erfahrung in der kommunalpolitischen Arbeit.

Das Ergebnis für die GRÜNEN: Mit einem Stimmenanteil von 7,4% konnten nun drei Stadtverordnetensitze und ein Sitz im Magistrat der Stadt Griesheim besetzt werden. Insgesamt ergab sich aber noch keine wesentliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Die SPD verfügte weiterhin über eine absolute Mehrheit.

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 brachte dann einen deutlichen Aufschwung für die GRÜNEN: mit einem Stimmenanteil von 18,22 % wurden 7 Mandate in der Stadtverordnetenversammlung und 2 Sitze im Magistrat erzielt. Allerdings konnte das Kräfteverhältnis im Stadtparlament nicht tatsächlich verändert werden. Mit den übrigen Oppositionsparteien kamen 49,9 % Stimmenanteil zusammen, die SPD errang mit 50,1 % denkbar knapp 1 Stadtverordnetensitz mehr als die gesamte Opposition und verfügte weiterhin über die absolute Mehrheit.