Griesheim beim Klimaschutz weiter voranbringen

GRÜNE mit Anträgen zur E-Mobilität und der Badewassererwärmung im Freibad

Pressemitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 24.09.2018

Die Stadtverordnetenversammlung hat 2006 parteiübergreifend beschlossen, dem europäischen Klimabündnis beizutreten, und sich damit zur Senkung des CO2-Ausstoßes um 10% alle 5 Jahre verpflichtet. Dies entspricht einer Reduktion von ca. 47% gegenüber 1990 bis 2020 bzw. ca. 57% gegenüber 1990 bis 2030. Beide Ziele wird Griesheim ohne zusätzliche Anstrengungen weit verfehlen, wie eine bereits im Jahr 2015 auf Drängen der Fraktion B90/DIE GRÜNEN erstellte CO2-Bilanz mit Prognose ergeben hat. Mit Anträgen zur E-Mobilität im städtischen Fuhrpark und für die Badewassererwärmung im neuen Freibad in der nächsten Stadtverordnetenversammlung möchte die Fraktion der GRÜNEN gemeinsam mit den Partnern der Kooperation von CDU, WGG und FDP den Klimaschutz in Griesheim jetzt weiter voranbringen.

Mit ihrem Antrag „Auf dem Weg zu einem klimaneutralen städtischen Fuhrpark“ wollen die GRÜNEN erreichen, dass ab dem 1. Juli nächsten Jahres bei der Stadt Griesheim nur noch PKW und Kleintransporter mit Elektroantrieb beschafft werden und der Fuhrpark um E-Bikes und Pedelecs ergänzt wird. „Aus unserer Sicht sind die Strecken und Wege innerhalb der Stadt ideal für den Einsatz von E-Mobilität geeignet.“ begründet Martin Tichy, GRÜNER Stadtverordneter den Antrag seiner Fraktion. „Inzwischen existiert ein breites Angebot an Elektrofahrzeugen im Bereich der PKW und Kleintransporter. Vorerst ausgenommen von der schrittweisen Umstellung bleiben die LKW, für die noch keine entsprechenden Angebote existieren, und einige wenige Fahrzeuge, die regelmäßig für längere Strecken vorgesehen sind. Die Umstellung soll schrittweise erfolgen, das bedeutet, nur wenn betroffene Fahrzeuge ausscheiden, werden neue Fahrzeuge mit Elektroantrieb beschafft. Für die Anschaffung der E-Bikes wird von uns eine Kooperation mit dem örtlichen Fahrradhandel, auch wegen der Pflege und Wartung, ausdrücklich unterstützt. Aufgrund der schrittweisen Umstellung werden sich die jährlichen Zusatzkosten nach unserer Ansicht in Grenzen halten.“

Das Freibad ist heute einer der größten Wärmeverbraucher der Stadt. Mit unserem zweiten Antrag wollen wir erreichen, dass das Badewasser im neu zu planenden Freibad zukünftig weitestgehend klimaneutral erwärmt wird.“ erläutert Andreas Tengicki Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN den Antrag seiner Fraktion. „Durch den parallel erfolgenden Neubau der Carlo-Mierendorff-Schule sehen wir die Chance und ausreichend Potential, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis an dieser Stelle ein mit Biogas betriebenes BHKW zu installieren. Das BHKW könnte im Winterhalbjahr die Wärme für die Schule und den städtischen Hort und im Sommer für das Badewasser im Freibad produzieren, und gleichzeitig ganzjährig Strom für die Einrichtungen liefern. Aus unserer Sicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt diese Überlegungen anzugehen, damit bis zum Sommer nächsten Jahres, wenn beide Projekte in die konkrete Planung beziehungsweise Umsetzung gehen, die Ergebnisse vorliegen, wie eine weitestgehend klimaneutrale Energieerzeugung an dieser Stelle verwirklicht werden kann.“

Der Klimawandel ist in vollem Gange und hat auch Griesheim längst erreicht. Welche Herausforderungen und Veränderungen noch auf uns zukommen, dazu hat uns dieser Sommer erneut einen kleinen Vorgeschmack vermittelt. Wir wollen und werden das Ziel des Klimabündnisses – unsere CO2 Emissionen bis 2030 um über 50% gegenüber 1990 zu reduzieren deshalb nicht aufgeben, sondern wir müssen unsere Anstrengungen verstärken“, betont der Fraktionsvorsitzende der Griesheimer GRÜNEN Andreas Tengicki abschließend.

Verwandte Artikel