Betreuung der in Griesheim lebenden Flüchtlinge in städtischer Verantwortung – damit die Integration gelingt!

Pressemitteilung der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, WGG und FDP vom 17.05.2018

Initiativen und Vereine können auch wieder Mittel für Projekte beantragen

Seit dem 1. April hat die Stadt Griesheim die Verantwortung für die soziale Betreuung der in Griesheim lebenden Flüchtlinge vom Landkreis übernommen.Magistrat, Bürgermeister und Verwaltung haben hier mit Hochdruck, professionell und zielorientiert die für Griesheim, die Flüchtlinge und die ehrenamtlichen Helfer bestmögliche Lösung verwirklichtfreut sich Bernd Widmaier, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Griesheimer Stadtverordnetenversammlung,dass dies so erfolgreich und geräuschlos gelungen ist, war angesichts des Zeitdrucks alles andere als selbstverständlich und war nur mit viel Engagement aller Beteiligten zu erreichen.

Nachdem der Landkreis im Herbst letzten Jahres die Verträge mit dem bis dahin tätigen Dienstleister überraschend nicht verlängert hatte, sahen sowohl die ehrenamtlichen Helfer als auch die Stadt die bisherige eingespielte und erfolgreiche Kombination von professioneller Betreuung, ehrenamtlichen Helfern und städtischen Stellen zur Integration der in Griesheim lebenden Flüchtlinge in Gefahr.Die Integration der häufig traumatisierten Flüchtlinge ist kein einfacher, sondern ein langer und mühsamer Weg, bei dem wir immer noch am Anfang stehen.betont Andreas Tengicki, Fraktionsvorsitzender der Griesheimer GRÜNEN,deshalb war es für uns wichtig hier nicht nachzulassen, und die erfolgreiche Arbeit nicht zu gefährden. Im Interesse der MenschenGriesheimern und den nach Griesheim geflüchteten.Vor diesem Hintergrund entschieden Stadtverordnetenversammlung und Magistrat auf Initiative der Kooperation von CDU, Bündnis90/DIE GRÜNEN, WGG und FDP die Verantwortung der sozialen Betreuung der in Griesheim lebenden Flüchtlinge selbst zu übernehmen und auszuschreiben.

Das öffentlichen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren wurde fristgerecht im März mit einem zunächst bis zum 31.12.2019 gültiger Dienstleistungsvertrag zur sozialen Betreuung der in Griesheim lebenden Flüchtlinge abgeschlossen.Die Stadt Griesheim hat trotz einiger Unbekannten und ursprünglichen Bedenken als einzige Kommune im Kreis mutig diesen Weg gewählt.hebt Holger Wegstein, Fraktionsvorsitzender der FDP hervor,in der vorgegebenen Zeit, mit den auch mit den ehrenamtlichen Helfern abgestimmten Qualitätsvorgaben und dem vom Landkreis gesteckten Kostenrahmen, hat sich der bisherige Dienstleister in einer öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt. Damit wurde die Grundlage für eine reibungslose Fortsetzung der bisherigen Arbeit gelegt.

Weil die Integration eine so komplexe Aufgabe und Herausforderung ist und wir nicht einfach die Mittel verwalten und weiterreichen wollen, begrüßen wir die von Magistrat und Bürgermeister jetzt zeitgleich angestoßenen zusätzlichen Anstrengungen“, freut sich Walter Keller, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft WGG. Seit dem März gibt es auf Einladung der Stadt erstmals einen Runden Tisch zur Betreuung der Flüchtlinge, an dem Stadt, Landkreis, Polizei, professionelle Betreuer, Asylkreis und der Betreiber der Unterkünfte künftig alle 2-3 Monate zusammenkommen.
Um
auch von städtischer Seite eine kontinuierliche Betreuung zu gewährleisten, wurde die Stelle der vor Ort zuständigen langjährigen Mitarbeiterin, die im Herbst in Rente geht, bereits jetzt neu ausgeschrieben. Gleichzeitig wird die bisherige Teilzeitstelle in eine Ganztagsstelle für einen Sozialarbeiter umgewandelt.
Weitere
Projekte wie der Einsatz von Flüchtlingen für das Gemeinwesen im Rahmen von sog. EinEuroJobs und die Einrichtung einer Werkstatt, in der den Flüchtlingen handwerkliche Grundkenntnisse vermittelt werden können, sind in Prüfung.

In diesem Zusammenhang weist Andreas Tengicki von den GRÜNEN darauf hin, dass auch dies Jahr wieder 5000 Euro im städtischen Haushalt für Projekte von Griesheimer Initiativen und Vereinen zur Unterstützung der Integration von Migranten und Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Anfragen und Anträge können jeder Zeit an das städtische Sozialamt gestellt werden.

 

 

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