Bezahlbaren und geförderten Wohnraum in Griesheim schaffen

22.06.2016 Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU – Grüne – WGG – FDP

Wir beantragen, die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen,

1. Für den Teilbereich des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes im Bebauungsplan St. Stephan (Bplan 115) wird ein Aufstellungsbeschluss für eine I. Änderung gefasst.

2. Der Magistrat wird beauftragt für die nächste Sitzungsrunde eine Beschlussvorlage dafür zu erarbeiten.

3. Der Magistrat wird beauftragt im Rahmen eines offenen und öffentlichen Verfahrens mögliche Partner für die zeitnahe Verwirklichung einer gemischten Wohnnutzung zu gewinnen.
(gemischt = Mischung von frei finanzierten Wohnungen, bezahlbaren und geförderten Wohnungen)

4. Im Zuge der Planungen ist auch eine Ersatzlösung für die bisherige Nutzung des Bestandsgebäudes als Lagerraum für Vereine zu erarbeiten.

Begründung:

Griesheim ist ein attraktiver Wohnort mit steigenden Mieten. Der Bedarf an bezahlbarem und gefördertem Wohnraum ist groß und steigt weiter. In den letzten Jahrzehnten ist nichts Substanzielles unternommen worden diesen Mangel zu verringern, dabei ist die Stadt im Besitz von Grundstücken, die für die Schaffung von bezahlbarem und gefördertem Wohnraum geeignet sind.

Das Gelände des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes ist eines der städtischen Grundstücke, das wir jetzt nutzen wollen, um aktiv dem Mangel entgegen zu wirken. Die Änderung des Bebauungsplanes soll die Grundlage dafür schaffen, dass dort eine quartiersverträgliche, gemischte Wohnnutzung entstehen kann. Ziel ist eine dreigeschossige Bebauung – ohne Dachgeschoss – die eine größere Wohnfläche bei geringerer Firsthöhe und damit auch eine ökonomisch günstigere Bauweise als die bisherigen Planvorgaben ermöglicht.

Quartiersverträglich bedeutet nicht nur, das Gebäude passend zur Umgebung – insbesondere dem angrenzenden Park und Spielplatz – zu gestalten, sondern auch eine gemischte Wohnnutzung zu ermöglichen. Die bekannten und auch in Griesheim vorhandenen Probleme mit Gebäuden, die nur mit Sozialwohnungen belegt sind, wollen wir hier und in Zukunft bewusst vermeiden.

Die Stadt ist finanziell und personell nicht in der Lage ein solches Projekt allein zu stemmen.

Gesucht wird ein Partner, der das Projekt selbständig plant, verwirklicht und den bezahlbaren und geförderten Wohnraum betreibt. Um die gewünschte gemischte Wohnnutzung ökonomisch zu ermöglichen, ist aus unserer Sicht eine Kombination aus städtischem Grund, öffentlichen Fördermitteln und frei finanziertem Engagement erforderlich.

Bernd Widmaier (CDU-Fraktion), Andreas Tengicki (Fraktion B90/DIE GRÜNEN), Walter Keller (WGG-Fraktion) und Holger Wegstein (FDP-Fraktion)

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