Standortsuche für die übergangsweise und langfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Griesheim (AN 26, 30.11.2015)

… Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt:

  • Die Stadtverordnetenversammlung und die Bevölkerung zeitnah über den Bedarf an Unterkünften für die übergangsweise und langfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Griesheim zu informieren.
  • Unter aktiver Einbeziehung der Bevölkerung nach Standorten und Möglichkeiten für die übergangsweise und langfristige Unterbringung von Flüchtlingen zu suchen.
  • Die vorgeschlagenen Standorte und Möglichkeiten einer einheitlichen Bewertung zu unterziehen und diese der Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Beratung vorzulegen.

Begründung:
Die große Akzeptanz und Hilfsbereitschaft der Griesheimer Bevölkerung bei der Unterstützung und Integration der Flüchtlinge soll durch ein transparentes Verfahren bei der Suche weiterer Standorte für die übergangsweise Unterbringung von Flüchtlingen erhalten und gefördert werden. Auch wenn die Einrichtung und der Betrieb der Unterkünfte Aufgabe des Kreises ist, sollte es weiterhin das Ziel der Griesheimer Kommunalpolitik sein, die Bevölkerung bei dieser Aufgabe aktiv einzubeziehen.

Darüber hinaus ist es aus unserer Sicht dringend erforderlich, über Modelle und Standorte für die langfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Griesheim nachzudenken und gemeinsam mit der Bevölkerung auf den Weg zu bringen. Uns allen sollte klar sein, dass viele der Flüchtlinge nach Klärung ihres Status bei uns bleiben werden. Nach dem Erlernen der Sprache und der Einführung in unsere Lebensweise, Kultur und Rechtsnormen, wird eine bezahlbare, angemessene Unterbringung zum weiteren wichtigen Baustein für die Chance auf eine schnelle und gelungene Integration. Da wir bereits heute einen ungedeckten Bedarf an kostengünstigen Wohnungen haben, sehen wir einen dringenden Handlungsbedarf.

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