Griesheims Beitrag zur Energiewende

Grünen-Vorstoß zu dezentraler Energieversorgung in Griesheim und der Region

(Pressemitteilung 17.07.2011)
Ende Juni 2011 konnten sich zwei Mitglieder der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion aus Griesheim bei der 5. EUROSOLAR-Konferenz im Darmstadtium von der Machbarkeit einer zukünftigen, dezentralen Energieversorgung auf kommunaler Basis überzeugen.

Die Konferenz unter dem Titel „Stadtwerke mit erneuerbaren Energien“ präsentierte zahlreiche Ideen und praktische Beispiele, welche Möglichkeiten die Kommunen besitzen, ihr Engagement beim Thema Energiewende durch erneuerbare Energien und Klimaschutz auszubauen. Wesentliche Inhalte der Konferenz waren die Auswirkungen der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf den Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, die Gründung von Stadtwerken unter Leitung der Kommunen und intelligente Stromnetze.

Die vorgestellten Konzepte zum Ausbau einer regenerativen Energieversorgung, die Vorteile aus einer Rekommunalisierung der Energieversorgung und damit verbundenen Chancen auf eine regionale Wertschöpfung sprechen nach Ansicht der GRÜNEN für eine zukünftige Umsetzung einer weitestgehend dezentralen Energieversorgung der Stadt Griesheim und des gesamten Landkreises Darmstadt-Dieburg.

„Eines der Hauptziele der Dezentralisierung der Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist der Abbau der Abhängigkeit von konventionellen Energieträgern (Kohle, Gas) zur Stromerzeugung, welche zum Großteil nach Deutschland importiert werden und in absehbarer Zukunft aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage auch teurer werden“, so Jens Otterbach-Noä, Fraktionsmitglied der Griesheimer GRÜNEN.

Wie vorangegangene Pressemitteilungen informiert haben, möchten Vertreter der rot-grünen Kreiskoalition mit einem „Klimaschutzkonzept Darmstadt-Dieburg“ einen ersten Schritt in Richtung kreisweite Energiewende gehen. Dabei sollen vor allem die Punkte „Erneuerbare Energien“ und „Energieeffizienz“ sowie das Thema „Energie-Sparen“, welche die wichtigsten Grundpfeiler einer dezentralen Energieversorgung darstellen, im Hinblick auf das jeweilige Ausbaupotential in den kreisweiten Kommunen überprüft werden.

„Um die Akzeptanz der Bevölkerung für eine dezentrale Energieversorgung zu erhöhen ist es wichtig, die Bürger vor Ort, sowie das regionale Handwerk und ansässige Banken in den Prozess aktiv einzubinden und über die langfristigen Auswirkungen zu informieren“, so Ben Lüttges, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Griesheim.

Ein Beispiel für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort sind Bürgersolaranlagen oder von den kommunen im Verbund betriebene Windparks, an denen sich interessierte Bürger schon mit einem geringen Kapitalaufwand beteiligen und investieren können. Der Gewinn, in Form von dem produzierten und verkauften Strom dieser gemeinsamen Anlagen fließt wieder zurück an die beteiligten Betriebe und Bürger.

Die Gründung einer Energiegenossenschaft Griesheim ist eines der zentralen Themen des Grünen Kommunalwahlkampfes im März 2011 gewesen und wird von den GRÜNEN vorangetrieben. Erste Gespräche mit Verbänden, Banken und den anderen Parteien haben stattgefunden.

Der vom Bundestag beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft und die damit verbundene starke Konzentration auf erneuerbare Energieträger kann als Startschuss für eines der wichtigsten und größten Energieprojekte in der Bundesrepublik gesehen werden, was Deutschland zu einem globalem Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit machen wird.

Es ist zu hoffen, dass es in Griesheim im Verbund mit den Nachbarkommunen gelingt, jetzt die notwendigen Schritte einzuleiten, um bei der anstehenden Umgestaltung lokale Interessen für die Bürgerinnen und Bürger und die örtlichen Betriebe angemessen zu sichern und Chancen zu nutzen.

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