Griesheimer Schwimmbäder

Grüne fordern umfassende Beratung für Griesheimer Schwimmbäder
(PM 03.07.2009)
Am vergangenen Mittwoch berieten die Ausschüsse des Griesheimer Stadtparlaments erstmals die seit April vorliegenden Gutachten zur Gestaltung der Griesheimer Schwimmbäder. Zu der von der Verwaltung vorgelegten Beschlussempfehlung waren für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen noch viele Fragen offen. Das Gutachten untersuche zwar intensiv die Frage der Bädersanierung, prüfe aber nicht in erforderlichem Maß den Bau eines Allwetterbades, einer Kombination von Frei- und Hallenbad, so die Grünen.

Die Höhe der Investitionen von mehr als 15 Millionen für das Allwetterbad sei abschreckend und zeige deutlich, dass die ganzjährig geöffnete Alternative von der SPD-Fraktion nicht erwünscht sei, so Ramona Halbrock, Fraktionssprecherin der Grünen. Dabei beweisen Bäder in Südhessen,  dass vergleichbare Einrichtungen für 7,5 Millionen bis 10 Millionen Euro Baukosten realisierbar sind und somit in unmittelbare Konkurrenz zum Sanierungsplan der vorhandenen Bäder treten. Die Grünen können nicht nachvollziehen, wieso die SPD-Fraktion nach eigener Aussage nicht mit anderen Bädern vergleichen will, die Rahmenbedingungen seien nicht vergleichbar, hieß es im Ausschuss.

Dabei könnte man sowohl von erfolgreichen wie auch weniger erfolgreichen Projekten lernen, wenn man über den Tellerrand Griesheims hinausschaut, so die Grünen. Und obwohl die Opposition fundierte Zahlen, Vergleichsrechungen und Verbesserungsvorschläge vorlegte, wurden diese inhaltlich nicht diskutiert. Die SPD verlangte das Ende der Debatte und eine schnelle Entscheidung, um mögliche Zuschüsse des Landes nicht zu gefährden.

Die Fraktion der Grünen fordert gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien eine sachlich fundierte Entscheidung zu Sanierung oder Neubau. Dies verlange eine ausführliche Prüfung möglicher Alternativen, also auch verschiedener Varianten eines Allwetterbades, so die Grünen. Das vom Bürgermeister ins Feld geführte Argument, mit einer weiteren Diskussion sei die Möglichkeit eines Landeszuschusses gefährdet, wiege nicht so schwer wie eine Entscheidung, die möglicherweise ein Vielfaches dieses Zuschusses in die falsche Sache investiert. „Wir reden auch hier von unseren Steuergeldern“, so Andreas Tengicki, der für die Grünen im Haupt- und Finanzausschuss sitzt, „ob diese nun aus dem Säckel der Stadt oder des Landes kommen.“

Dass die Planungen der Schwimmbäder für die Griesheimer Bürgerinnen und Bürger von Interesse sind, das wollen die Grünen mit ihrem Antrag deutlich machen, den sie in der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 9.7. zur Abstimmung stellen. Darin soll in einer Bürgerversammlung die Schwimmbadgestaltung vorgestellt werden.

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