Strom auf städt. Dächern (PMF 2008-06)

Auf vielen Griesheimer Privatdächern sieht man sie inzwischen: Photovoltaikanlagen spielen eine immer größere Rolle. Kein Wunder – denn durch staatliche Förderung zahlen sich Investitionen in diese Form der Stromgewinnung meist nach kurzer Zeit aus.

Auch in der Griesheimer Stadtverordneten-Versammlung an diesem Mittwoch wurde das Thema „Energie“ diskutiert – jedoch nicht so kontrovers wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre.

Das Themenfeld „Energie“ wurde mit nur drei Gegenstimmen der grünen Fraktion und einer Enthaltung der WGG aus der Satzung der Griesheimer Stadtwerke gestrichen, was die Grünen bedauerten. „Wir sind jedoch erfreut, dass Herr Bürgermeister Leber unsere Einschätzung der Energie als wichtigen Baustein einer umfassenden Daseinsvorsorge teilt und dieses Thema auch als Betätigungsfeld der Stadt Griesheim sieht“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Tengicki.

Die Verwaltung erläuterte, dass sie den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Dächern zurzeit aufgrund der hohen Investitionssummen nicht leisten kann, dass dies in der Zukunft aber durchaus möglich sei. Stattdessen verpachtet Griesheim nun einige Dächer für zwanzig Jahre zu einem geringen Pachtzins an gewerbliche Unternehmen. „Eine Bürgersolaranlage im eigentlichen Sinne ist das nicht“, so Svenja Noä, die für die Grünen im Umweltausschuss sitzt, „aber wir sind froh, dass die Stadt das Thema angeht und zuversichtlich, dass Griesheim in Zukunft auch in eigener Regie und für den eigenen Geldbeutel Solarstrom auf städtischen Dächern erzeugt. So kann ein Beitrag zu einer zeitgemäßen dezentralen und ökologischen Stromerzeugung geleistet werden, dessen finanzielle Erfolge allen Griesheimer Bürgern zugute kommen.“

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